Richard C. Schwartz, Doktor der Philosophie
Richard Schwartz, PhD, fing seine Karriere als Familientherapeut und Wissenschaftler an der University of Illinois in Chicago an. Dort merkte er, dass Familientherapie allein nicht immer half, die Symptome loszuwerden. Als er die Patienten fragte, warum das so war, erfuhr er, dass sie von etwas geplagt wurden, das sie „Teile” nannten. Diese Patienten wurden zu seinen Lehrern, als sie beschrieben, wie ihre Teile Netzwerke innerer Beziehungen bildeten, die den Familien ähnelten, mit denen er gearbeitet hatte. Er fand auch heraus, dass sie, wenn sie sich auf ihre Teile konzentrierten und sich dadurch von ihnen trennten, in einen Zustand übergingen, der durch Eigenschaften wie Neugier, Ruhe, Selbstvertrauen und Mitgefühl gekennzeichnet war. Er nannte diese innere Essenz das Selbst und war erstaunt, sie sogar bei schwer diagnostizierten und traumatisierten Patienten zu finden. Aus diesen Untersuchungen entstand Anfang der 1980er Jahre das Modell Internal Family Systems IFS).
IFS ist heute evidenzbasiert und hat sich zu einer weit verbreiteten Form der Psychotherapie entwickelt, insbesondere bei Traumata. Es bietet eine nicht pathologisierende, optimistische und stärkende Perspektive sowie eine Reihe praktischer und wirksamer Techniken für die Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und seit kurzem auch Unternehmen und Schulklassen.
2013 hat Schwartz die Gegend um Chicago verlassen und lebt jetzt in Brookline, Massachusetts, wo er an der Fakultät für Psychiatrie der Harvard Medical School arbeitet.
Angaben zum Referenten:
Finanziell: Dr. Richard Schwartz ist Gründer und Präsident des IFS-Instituts und hat eine eigene Praxis. Er ist Berater bei Portage-Cragin Mental Health und arbeitet für die Harvard Medical School. Als Autor bekommt er Tantiemen. Dr. Schwartz bekommt Honorare für Vorträge, Aufnahmen und Buch-Tantiemen von Psychotherapy Networker PESI, Inc. Er hat keine relevanten finanziellen Beziehungen zu nicht berechtigten Organisationen.
Nicht finanziell: Dr. Richard Schwartz ist Mitglied von Meadows Behavioral Healthcare und gehört der American Family Therapy Academy sowie der American Association for Marital and Family Therapy an. Er ist als Redakteur für Family Therapy Networker tätig. Dr. Schwartz ist Mitglied der Redaktion des Journal of Feminist Family Therapy, der Contemporary Family Therapy, des Journal of Family Psychotherapy und der Family Therapy Collections.