Judy Singer, Doktor der Philosophie
Judy Singer, DPhil, ist eine australische Soziologin, die den Begriff „Neurodiversität“ in ihrer Abschlussarbeit an der University of Technology Sydney (UTS) 1998 geprägt hat.
Ihre Arbeit basiert auf ihren eigenen Erfahrungen als Teil einer Familie mit drei Generationen von Frauen, die „irgendwo auf dem autistischen Spektrum“ sind, und baut auf den Errungenschaften der Behindertenrechtsbewegung und ihrem akademischen Zweig, den Disability Studies, auf.
Judy wollte den Begriff Neurodiversität als möglichen Namen für eine Dachbewegung von Menschen mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen verwenden, z. B. Autismus, ADHS, „Dys”-Fähigkeiten und andere. Die Neurodiversitätsbewegung hat große Fortschritte dabei gemacht, für eine auf Stärken basierende Neubewertung ehemals negativer medizinischer Diagnosen zu argumentieren und auf ein größeres Bewusstsein und eine größere Inklusion für alle in der Gesellschaft hinzuarbeiten.
Judy ist seit den 1990er Jahren in der Gemeindearbeit aktiv, sowohl in der Region Sydney als auch international über soziale Medien, mit Schwerpunkt auf dem Einsatz für sozialen Wohnungsbau und Behindertenrechte. Judy war Sekretärin der größten Elterngruppe Sydneys, der Inner West Autism and Asperger's Support Group. Als ihre Tochter aus dieser Gruppe herausgewachsen war, gründete Judy mit ASteen den einzigen unabhängigen Sozialverein Sydneys für Teenager mit Autismus-Spektrum-Störungen.