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Wie du somatische Techniken in deine bestehende Praxis integrieren kannst

Somatische Psychotherapie-Techniken lassen sich nahtlos in die Therapie einbinden, die du bereits praktizierst. Für Therapeuten mit einer achtsamkeitsbasierten Ausrichtung verläuft der Übergang zur Einbindung somatischer Methoden besonders reibungslos, da beide Ansätze Achtsamkeit und Präsenz in den Vordergrund stellen.
Der Schlüssel liegt darin, die Klienten in den Prozess einzubeziehen. Anstatt Techniken vorzuschreiben, stell sie als gemeinsame Experimente dar. Einfache Einladungen wie „Möchtest du ein Experiment ausprobieren?“ oder „Wie wäre es, wenn wir diese Übung mal ausprobieren?“ zeugen nicht nur von Respekt, sondern tragen auch dazu bei, eine Haltung der Neugier und Offenheit zu schaffen. Auf diese Weise werden somatische Interventionen zu Gelegenheiten für die Klienten, herauszufinden, was bei ihnen Anklang findet, was angepasst werden kann und was ihr Wachstum wirklich fördert.
Dieser experimentelle Ansatz stärkt Klienten, indem er sowohl ihre Selbstvertretung als auch ihr Selbstbewusstsein fördert. Außerdem sorgt er dafür, dass sie sich sicher, gut informiert und eingebunden fühlen. Erkläre immer vor Beginn, worum es bei einer Übung geht, und besprich die Ergebnisse anschließend gemeinsam mit ihnen. Wenn Klienten aktiv mitwirken, anstatt nur Anweisungen zu befolgen, ist es wahrscheinlicher, dass sie die Erkenntnisse und Veränderungen in ihr Leben integrieren.
Zusammenarbeit ist entscheidend. Ermutige deine Klienten, die Methoden an ihre Bedürfnisse und Vorlieben anzupassen. Wie ein guter Wissenschaftler solltest du den Ausgangspunkt festhalten, das Experiment vorschlagen und dann untersuchen, was sich verändert hat. Die meisten somatischen Techniken zielen darauf ab, die Selbstwahrnehmung zu schärfen und den Klienten dazu anzuregen, zu erkennen, was er anders machen kann. Nachhaltige, langfristige Veränderungen entstehen oft dann, wenn Klienten diese Erkenntnisse selbst gewinnen.
Ein einfaches Rahmenkonzept für den Einsatz somatischer Techniken in Sitzungen
- Beschreib die Übung in klarer, einfacher Sprache.
- Gewinne die Zustimmung des Kunden, indem du ihn um Erlaubnis bittest, etwas Neues auszuprobieren.
- Begleite sie durch die Übung und sorge dabei für Sicherheit und Flexibilität.
- Fasse das Ergebnis zusammen, indem du darüber nachdenkst, was sie bemerkt oder erlebt haben.
Beispiele für Einladungen, die du bei deinen Klienten nutzen kannst, um somatische Techniken anzuwenden
- „Möchtest du diese Übung mal ausprobieren?“
- „Wie wäre es, wenn wir diese Übung mal ausprobieren?“
- „Lass uns mal schauen, ob wir dir mit dieser nächsten Erfahrung dabei helfen können, _____ zu tun.“
- „Hast du Lust, die folgende Erkundung mal auszuprobieren?“
Durch die Integration somatischer Techniken auf diese kooperative, experimentelle Weise können Therapeuten ihre Klienten dabei unterstützen, wieder eine Verbindung zu ihrem Körper herzustellen, ein tieferes Selbstbewusstsein zu entwickeln und Veränderungen zu entdecken, die sich sowohl authentisch als auch nachhaltig anfühlen.
In Anlehnung an „Somatic Psychotherapy Toolbox“. Copyright © 2018 Manuela Mischke-Reeds, Somatic Psychotherapy Toolbox. Alle Rechte vorbehalten.





