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Als Anbieter wird uns oft beigebracht, dass Neugier ein Wert ist, den es lohnt, in uns selbst zu kultivieren, dass sie eine prosoziale Tugend ist, die Wachstum, Lernen und Verbindung fördert. Aber in der Arbeit mit erotisch marginalisierten Bevölkerungsgruppen, wie transsexuellen und nicht-binären Klienten, kann Neugier eine Schattenseite haben und oft so eingesetzt werden, dass sie - wenn auch unbewusst - die Dynamik der Unterdrückung wiederholt.
Wie der Philosoph Perry Zurn schreibt, erleben sich transsexuelle und nicht-binäre Menschen "immer wieder als Objekt" der Neugier von gleichgeschlechtlichen Menschen, und das oft durch die Hände der Anbieter. Anhand eines Vortrags, einer Fallstudie, eines Brainstormings und einer Diskussion wird diese Aufzeichnung das Konzept der ethischen Neugier vorstellen, ein Modell der Beziehung und des Miteinanders als Anbieter, das unsere trans- und nicht-binären Klienten respektiert und befähigt und den Anspruch auf Wissen abbaut!
Dieses Programm zum Selbststudium besteht aus 1,75 Stunden Weiterbildungsunterricht. Die Anforderungen und Genehmigungen variieren je nach Land und lokalen Aufsichtsbehörden. Bitte bewahren Sie die Kursbeschreibung und die Bescheinigung, die Sie über die Teilnahme erhalten, auf und wenden Sie sich an Ihre örtliche Aufsichtsbehörde, um die spezifischen Voraussetzungen und Anforderungen zu erfahren.
Lucie Fielding, PhD, MA, LMHC, ist eine weiße, neurodivergente, queere, von Transfrauenfeindlichkeit betroffene (TMA) Femme und praktiziert als Therapeutin in Virginia und Washington (auf dem Land der Monacan bzw. auf dem nicht anerkannten Gebiet der Duwamish). Sie sind spezialisiert auf Sexualtherapie, Kink-Knowledgeable-Therapie, 2SLGBTQIA-Knowledgeable-Therapie und Sex Work-Affirming-Therapie. Sie arbeiten mit narrativen, imaginären und somatischen Ansätzen, die die (generationenübergreifende) Weisheit des Körpers ehren, Community-Care fördern und ermächtigte, verkörperte Erotik unterstützen. Sie hat einen MA in Counseling Psychology vom Pacifica Graduate Institute (2018) und einen Doktortitel in Französisch von der Northwestern University (2008), spezialisiert auf erotische Literatur. Ihr literarischer Hintergrund stimmt sie auf die Art und Weise ein, wie sich kulturelle Skripte in unsere Körper einschreiben und unser erotisches Leben prägen. Lucie ist nicht nur Therapeutin, sondern auch Sexualpädagogin und hat Workshops für eine Reihe von Gruppen, Organisationen, Universitäten und Agenturen geleitet. Sie sind die Autorin von Trans Sex: Clinical Approaches to Trans Sexualities and Erotic Embodiments (2021), das mit einem AASECT BookAward (Lammy) in der Kategorie Transgender-Nonfiction ausgezeichnet wurde. Mehr über Lucie erfahren Sie unter luciefielding.com oder folgen Sie ihr auf Instagram (@sexbeyondbinaries).
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