Dissoziative Krankheitsbilder verwirren oft durch ihre Heterogenität. Dieser Kurs vermittelt dir klinische und entwicklungsbezogene Anhaltspunkte, um diese Erscheinungsbilder besser zu verstehen, deine Einschätzung komplexer Traumata zu präzisieren und Dissoziation, Bindung und Schutzstrategien differenzierter zu beschreiben. Konkret wirst du Folgendes erarbeiten:
- Ein fundierteres klinisches Verständnis dissoziativer Phänomene
- Anhaltspunkte zur Unterscheidung zwischen Dissoziation, Vermeidung, Fassungslosigkeit und scheinbarer Desorganisation
- Eine bessere Verknüpfung zwischen Entwicklungstrauma, Bindung und Schutzstrategien
- Eine präzisere Fallformulierung in komplexen Tabellen
- Eine erste klinische Umsetzung der Erkenntnisse aus dem DMM von Patricia Crittenden
Egal, ob du bereits in der Traumatherapie tätig bist oder deine Praxis vertiefen möchtest – diese Fortbildung bietet dir einen nützlichen Interpretationsrahmen, um komplexe Situationen zu durchdenken, ohne sie übermäßig zu vereinfachen.
Nach Abschluss der Schulung werden die Teilnehmer in der Lage sein, :
- Die wichtigsten dissoziativen Mechanismen definieren und ihre klinischen Formen unterscheiden.
- Unterscheide zwischen Dissoziation, Vermeidung, emotionaler Deregulierung und Beziehungsdesorganisation.
- Die Zusammenhänge zwischen frühkindlichem Trauma, Bindung, Schutzstrategien und der Entwicklung der Psyche verstehen.
- Die klinischen Symptome komplexer Psychotraumata erkennen.
- Den klinischen Nutzen einer vom DMM inspirierten entwicklungsorientierten und strategischen Interpretation erkennen.
- Ihre Fallbeschreibungen in den Tabellen, die komplexes Trauma, Dissoziation und Beziehungsstörungen miteinander verknüpfen, weiter verfeinern.
- Ihre therapeutische Herangehensweise an die Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit, Regulierung und den zeitlichen Ablauf der Behandlung anpassen.

