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Dissoziation spielt bei komplexen psychischen Traumata eine zentrale Rolle, ist aber nach wie vor schwer genau zu erkennen.

Wird dies nicht richtig erkannt, kann sich die therapeutische Arbeit verlangsamen, bestimmte klinische Symptome fälschlicherweise als Widerstand interpretiert werden und scheinbar sinnvolle Maßnahmen sich als ungeeignet für die Sicherheit und Regulierung des Patienten erweisen.

Diese Fortbildung wird von Juliane Tortes Saint-Jammes geleitet, einer klinischen Psychologin, Psychotherapeutin, Ausbilderin und von EMDR Europe zertifizierten Supervisorin sowie Forscherin im Bereich der Psychotraumatologie. Sie bietet eine klinische, entwicklungsbezogene und beziehungsorientierte Betrachtung der Dissoziation an und stützt sich dabei insbesondere auf die Erkenntnisse des Dynamic Maturational Model von Patricia Crittenden, das hier als Interpretationsrahmen dient, um die Schutzstrategien zu verstehen, die in Kontexten relationaler Gefährdung entwickelt werden.

Du wirst lernen , Dissoziation, Vermeidung, Starre und scheinbare Desorganisation besser voneinander zu unterscheiden, deine Fallformulierung zu verfeinern und deine therapeutische Haltung bei Krankheitsbildern anzupassen, bei denen Entwicklungstrauma, Beziehungsstörungen und Regulationsschwierigkeiten zusammenkommen.

Es geht nicht darum, diese Situationen zu vereinfachen, sondern eine genauere, differenziertere und für die klinische Praxis nützlichere Interpretation anzubieten.

 

Dissoziation, Bindung und komplexe psychische Traumata
Schutzstrategien anhand des Dynamic Maturational Model verstehen
5. und 6. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr, Pariser Zeit
Nur für kurze Zeit: 120,00 € (Wert: 422,99 €)
Du kannst nicht live dabei sein? Melde dich trotzdem an, um auf die Schulung auf Abruf zugreifen zu können!

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Die Dissoziation besser verstehen, um die Behandlung anzupassen

Dissoziative Krankheitsbilder verwirren oft durch ihre Heterogenität. Dieser Kurs vermittelt dir klinische und entwicklungsbezogene Anhaltspunkte, um diese Erscheinungsbilder besser zu verstehen, deine Einschätzung komplexer Traumata zu präzisieren und Dissoziation, Bindung und Schutzstrategien differenzierter zu beschreiben. Konkret wirst du Folgendes erarbeiten:

  • Ein fundierteres klinisches Verständnis dissoziativer Phänomene
  • Anhaltspunkte zur Unterscheidung zwischen Dissoziation, Vermeidung, Fassungslosigkeit und scheinbarer Desorganisation
  • Eine bessere Verknüpfung zwischen Entwicklungstrauma, Bindung und Schutzstrategien
  • Eine präzisere Fallformulierung in komplexen Tabellen
  • Eine erste klinische Umsetzung der Erkenntnisse aus dem DMM von Patricia Crittenden

Egal, ob du bereits in der Traumatherapie tätig bist oder deine Praxis vertiefen möchtest – diese Fortbildung bietet dir einen nützlichen Interpretationsrahmen, um komplexe Situationen zu durchdenken, ohne sie übermäßig zu vereinfachen.


Nach Abschluss der Schulung werden die Teilnehmer in der Lage sein, :

  1. Die wichtigsten dissoziativen Mechanismen definieren und ihre klinischen Formen unterscheiden.
  2. Unterscheide zwischen Dissoziation, Vermeidung, emotionaler Deregulierung und Beziehungsdesorganisation.
  3. Die Zusammenhänge zwischen frühkindlichem Trauma, Bindung, Schutzstrategien und der Entwicklung der Psyche verstehen.
  4. Die klinischen Symptome komplexer Psychotraumata erkennen.
  5. Den klinischen Nutzen einer vom DMM inspirierten entwicklungsorientierten und strategischen Interpretation erkennen.
  6. Ihre Fallbeschreibungen in den Tabellen, die komplexes Trauma, Dissoziation und Beziehungsstörungen miteinander verknüpfen, weiter verfeinern.
  7. Ihre therapeutische Herangehensweise an die Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit, Regulierung und den zeitlichen Ablauf der Behandlung anpassen.

Dissoziation, Bindung und komplexe psychische Traumata
Schutzstrategien anhand des Dynamic Maturational Model verstehen
5. und 6. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr, Pariser Zeit
Nur für kurze Zeit: 120,00 € (Wert: 422,99 €)
Du kannst nicht live dabei sein? Melde dich trotzdem an, um auf die Schulung auf Abruf zugreifen zu können!

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Über die Kursleiterin

Juliane Tortes Saint-Jammes

Juliane Tortes Saint-Jammes ist klinische Psychologin, Psychotherapeutin, EMDR-Ausbilderin und Forscherin im Bereich der Psychotraumatologie. Sie arbeitet im Centre Camea in Gradignan, wo sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut, die insbesondere unter Psychotrauma, Bindungsstörungen und emotionaler Dysregulation leiden.

Als von der EMDR Europe Association zertifizierte Ausbilderin und Praktikerin schult sie regelmäßig Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit in der klinischen Anwendung von Trauma-, Bindungs- und EMDR-Modellen.

Als Mitautorin eines Sammelbands über die EMDR-Praxis leitet sie Fortbildungen und Webinare zu den Themen Bindung, komplexe Traumata und deren therapeutische Implikationen. Ihr Ansatz verbindet klinische Ansprüche, die Einbeziehung wissenschaftlicher Literatur und die Berücksichtigung der konkreten Anwendungsbedingungen in der Sitzung.


Dissoziation, Bindung und komplexe psychische Traumata
Schutzstrategien anhand des Dynamic Maturational Model verstehen
5. und 6. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr, Pariser Zeit
Nur für kurze Zeit: 120,00 € (Wert: 422,99 €)
Du kannst nicht live dabei sein? Melde dich trotzdem an, um auf die Schulung auf Abruf zugreifen zu können!

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Schulungsprogramm
Zweitägige Präsenzschulung am 5. und 6. Oktober 2026, jeweils von 9 bis 17 Uhr (Pariser Zeit).
Das gesamte Programm gliedert sich in die folgenden sieben Module.

Modul 1. Dissoziation in der Sitzung verstehen und erkennen

  • Die wichtigsten klinischen Formen der Dissoziation unterscheiden – von peritraumatischen Reaktionen bis hin zu länger anhaltenden Symptomen
  • Häufig übersehene Anzeichen erkennen, insbesondere Depersonalisation, Derealisation, Gedächtnisstörungen und Brüche in der Wahrnehmung
  • Unterscheidung zwischen Dissoziation, Vermeidung, Fassungslosigkeit und scheinbarer Desorganisation
  • Die potenzielle Schutzfunktion bestimmter dissoziativer Phänomene näher erläutern

 

Modul 2. Neurobiologie des Traumas und Anhaltspunkte zur Regulierung 

  • Die Stressreaktion und die wichtigsten Systeme verstehen, die an Abwehr, Alarmierung, Hemmung und Regulierung beteiligt sind
  • Die Auswirkungen von Traumata mit den Prozessen des Gedächtnisses, der Erfahrungsverarbeitung und der emotionalen Regulierung in Verbindung bringen
  • Sich an vernünftige Anhaltspunkte halten, um über Hyperaktivierung, Fassungslosigkeit und Dysregulation nachzudenken, ohne dabei zu sehr zu vereinfachen
  • Die klinische Interpretation der Symptome durch einen schlüssigen und differenzierten neurobiologischen Rahmen unterstützen

 

Modul 3. Komplexe Psychotraumatisierungen und Entwicklungstrauma 

  • Erkennen, was die Bilder eines komplexen Psychotraumas ausmacht
  • Die Auswirkungen wiederholter Traumata auf die Kontinuität des Selbst, die Mentalisierung, die emotionale Regulierung und Beziehungen verstehen
  • Komplexe klinische Bilder bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erkennen
  • Die klinische Hypothese in Situationen, die als therapieresistent, instabil oder schwer zu behandeln empfunden werden, weiter verfeinern

 

Modul 4. Bindung und Trauma – Strategien zum Schutz entwickeln 

  • Die Herausforderungen der Bindung unter den Gesichtspunkten von Gefahr, Unvorhersehbarkeit und Schutz neu betrachten
  • Die aktuellen Symptome mit der Beziehungsgeschichte des Patienten in Verbindung bringen
  • Verstehen, wie bestimmte Bindungsmuster die psychotraumatische Anfälligkeit erhöhen können
  • Erkennen, was sich in der therapeutischen Allianz in Bezug auf Sicherheit, Kontrolle und den Zugang zu Hilfe wiederholt

Modul 5. Klinische Erkenntnisse aus dem DMM von Patricia Crittenden 

  • Entdecke die zentralen Prinzipien des Dynamic Maturational Model und seine strategische Interpretation der Bindungstheorie
  • Verstehen, wie sich Selbstschutzstrategien im Laufe der Entwicklung verändern
  • Bestimmte komplexe Krankheitsbilder eher anhand ihrer adaptiven Logik zu deuten als nur anhand ihrer symptomatischen Erscheinungsform
  • Den klinischen Nutzen des DMM in Lebensverläufen mit Beziehungsbedrohungen und frühkindlichen Traumata einordnen

 

Modul 6. Fallformulierung und Verknüpfung von Modellen 

  • Dissoziation, Entwicklungstrauma, Bindung und Schutzstrategien in einer klinischen Fallbeschreibung
  • Erkennen, wann ein klinisches Erscheinungsbild eher als Schutzstrategie denn als bloße Desorganisation verstanden werden kann
  • Das Arbeitstempo, den Rahmen und die therapeutische Haltung an die aktuellen Fähigkeiten des Patienten anpassen
  • Die häufigsten Konzeptionsfehler bei komplexen Tabellen vermeiden

 

Modul 7. Therapeutische Implikationen, mit klinischer Vorsicht vorgehen 

  • Die Rolle der Stabilisierung, der Absicherung und der kontinuierlichen Beurteilung bei dissoziativen Störungen einordnen
  • Die therapeutischen Ziele an die Aspekte der Sicherheit, der Regulierung und der zeitlichen Gestaltung der Versorgung anpassen
  • Iatrogene Destabilisierungen durch einen ganzheitlichen Ansatz und eine genauere Ermittlung der individuellen Schwellenwerte des Patienten verhindern
  • Konkrete Anhaltspunkte für die klinische Praxis im Umgang mit Patienten mit Dissoziation, komplexen Traumata und Beziehungsproblemen herausarbeiten

Dissoziation, Bindung und komplexe psychische Traumata
Schutzstrategien anhand des Dynamic Maturational Model verstehen
5. und 6. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr, Pariser Zeit
Nur für kurze Zeit: 120,00 € (Wert: 422,99 €)
Du kannst nicht live dabei sein? Melde dich trotzdem an, um auf die Schulung auf Abruf zugreifen zu können!

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Häufig gestellte Fragen


An wen richtet sich diese Schulung?

Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit, insbesondere an Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten, Ärzte, Pflegekräfte im Bereich der psychischen Gesundheit und andere Kliniker, die Patienten mit Traumata, Dissoziationen oder komplexen Beziehungsstörungen betreuen.


Braucht man eine spezielle Traumavorbereitung, um mitzumachen?

Nein. Es ist keine vorherige Zertifizierung im Bereich Psychotrauma erforderlich. Klinische Erfahrung mit diesen Themen ist zwar hilfreich, aber die Fortbildung ist so konzipiert, dass sie für Fachleute mit unterschiedlichem Erfahrungsniveau zugänglich bleibt.


Wie wird der Tagesablauf aussehen?

Die Schulung findet an zwei Tagen von 9 bis 17 Uhr (Pariser Zeit) statt. Es sind eine Mittagspause von etwa 60 Minuten sowie zwei Pausen von jeweils 15 Minuten vorgesehen, eine am Vormittag und eine am Nachmittag. Die Pausen werden an den Ablauf der Schulung angepasst.


Werde ich Schulungsunterlagen bekommen?

Ja. Die Teilnehmer erhalten digitale Unterlagen, in denen die wichtigsten Konzepte, klinischen Anhaltspunkte und Zusammenfassungen aus der Schulung zusammengefasst sind. Diese Unterlagen sind für den persönlichen Gebrauch im Zusammenhang mit der Schulung bestimmt.


Werde ich eine Bescheinigung bekommen?

Ja. Nach Abschluss der Schulung erhältst du eine Teilnahmebescheinigung.


Ist das eine Live-Schulung? Kann ich Fragen stellen?

Ja. Es handelt sich um eine Live-Schulung mit Juliane Tortes Saint-Jammes, bei der ihr aktiv mitwirken könnt. Ihr könnt im Laufe der Schulung Fragen stellen, sofern es die verfügbare Zeit und der Ablauf der Schulung zulassen.


In welcher Sprache wird der Kurs angeboten?

Diese Schulung findet auf Französisch statt.


Ich kann nicht live an der Schulung teilnehmen – kann ich mich trotzdem anmelden?

Ja. Du kannst dich auch anmelden, wenn du nicht live dabei sein kannst. Du erhältst dann Zugriff auf die Aufzeichnung der Schulung, die du dir jederzeit ansehen kannst.

Dissoziation, Bindung und komplexe psychische Traumata
Schutzstrategien anhand des Dynamic Maturational Model verstehen
5. und 6. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr, Pariser Zeit
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