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Digitales Seminar

Trauma und Ernährung in der Therapie

Wie man die biologischen Mechanismen der Aktivierung und den ungedeckten Bedarf versteht

Referenten:
Dr. med. Aimie Apigian, MS, MPH |  Luis Mojica
Dauer:
4 Stunden 17 Minuten
Sprache:
Vortrag auf Englisch, Handouts auf Englisch
Urheberrecht:
19. März 2026
Produktcode:
NOS096655
Medientyp:
Digitales Seminar

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Beschreibung

Wann ist ein Snack mehr als nur ein Snack? Die meisten Therapeuten wissen, dass der Körper bei der Traumabehandlung eine unschätzbare Ressource sein kann. Doch nur selten betrachten wir die Beziehung unserer Klienten zum Essen als Teil der Arbeit. In diesem Workshop lernst du einen revolutionären Ansatz kennen, der aufzeigt, was die Essgewohnheiten und die Auswahl an Lebensmitteln deiner Klienten über ihr Nervensystem, ihre Aktivierungsmuster und ihre unerfüllten emotionalen und biologischen Bedürfnisse verraten. Gemeinsam werden wir uns darauf konzentrieren, wie Botenstoffe wie Adrenalin und Cortisol das Essverhalten beeinflussen, und durch interaktive Übungen, somatische Praktiken und Live-Demonstrationen lernst du praktische Werkzeuge kennen, die dir helfen, die Traumasymptome deiner Klienten und deren Beziehung zum Essen besser anzugehen – auch wenn du kein Ernährungsberater bist! Außerdem lernst du:

• Wie man erkennt, wenn Klienten ihre „innere Apotheke“ nutzen, um Erstarrung und Übererregung zu bewältigen
• Wie man die „Parts-Arbeit“ in Gespräche über Ernährung einbindet
• Die Wissenschaft hinter Adrenalin und seine Rolle bei Heißhunger und Sucht
• Praktische somatische Übungen, die Klienten helfen, Stress zu verarbeiten 
 

Kredit

Sprecher

Profil von Dr. med. Aimie Apigian, MS, MPH

Dr. med. Aimie Apigian, MS, MPH Verwandte Seminare und Produkte


Dr. med. Aimie Apigian, MS, MPH, ist Fachärztin mit doppelter Facharztausbildung in Präventivmedizin und Suchtmedizin sowie zertifizierte Fachärztin für funktionelle Medizin mit einer Ausbildung in Somatic Experiencing und Instinctual Trauma Response und Ausbilderin für Relational Trauma Repair. In ihrem kürzlich erschienenen Buch „The Biology of Trauma“ beleuchtet sie die wissenschaftlichen Hintergründe.

 

Offenlegung der Referentin:
Finanziell: Dr. Aimie Apigian ist Chefin und CEO von Trauma Healing Accelerated. Sie bekommt ein Honorar für Vorträge und Tantiemen für Aufzeichnungen von PESI, Inc. Sie hat keine finanziellen Verbindungen zu Organisationen, die nicht in Ordnung sind.
Nicht finanziell: Dr. Aimie Apigian hat keine nicht finanziellen Verbindungen, die wichtig wären.


Luis Mojicas Profil

Luis Mojica Verwandte Seminare und Produkte


Luis Mojica ist Ernährungsberater und Gründer von „Holistic Life Navigation“, einem Unternehmen, das Menschen dabei hilft, zu verstehen, was ihre Heißhungerattacken über ihre unerfüllten Bedürfnisse aussagen, und wie sie Essen als eine Art Therapie nutzen können, um sich von Stress, Traumata und Sucht zu erholen. Er ist international tätig und bietet Webinare, Podcasts, Kurse und Retreats an. Er ist Autor des Buches „Food Therapy“.

 

Offenlegungen des Referenten:
Finanziell: Luis Mojica steht in einem Arbeitsverhältnis mit Holistic Life Navigation, LLC. Er unterhält keine relevanten finanziellen Beziehungen zu nicht zulässigen Organisationen.
Nicht finanziell: Luis Mojica ist Autor und Referent bei Psychotherapy Therapy Networker. Er ist Mitglied von Somatic Experiencing International.

 


Weitere Infos

Infos zum Programm

Zugang zum Selbststudium (nicht interaktiv)

Der Zugriff auf dieses Produkt läuft nie ab.

Wenn du einen detaillierteren Überblick mit Zeiten oder Dauer brauchst, schreib einfach an cepesi@pesi.com.


Ziele

  1. Ermittle geeignete Methoden zur Beurteilung der Marker der Adrenalinreaktion im klinischen Umfeld.
  2. Ordne gängige Lebensmittel und Essgewohnheiten den Kategorien „Stimulanzien“, „Beruhigungsmittel“ und „Ausgleicher“ zu und zeige dabei, dass du dir ihrer Auswirkungen auf das Nervensystem bewusst bist
  3. Entwickle einen schrittweisen Ansatz, um einen Klienten während der Sitzung aus einer funktionalen freien Antwort herauszuführen.
  4. Wende Titrations- und Pacing-Techniken an, um Klienten dabei zu helfen, sich sicher mit emotional aufgeladenen Empfindungen auseinanderzusetzen, ohne eine Retraumatisierung auszulösen.
  5. Zeige, wie man die interne „Teile“-Sprache einsetzt, um die Entscheidungsfindung in Ernährungsfragen in der klinischen Praxis zu erleichtern.

Übersicht

Die Biologie der Heißhungerattacken: Die „innere Apotheke“ deiner Klienten verstehen

  •  Adrenalin vs. Cortisol: Warum wir uns bisher auf das falsche Stresshormon konzentriert haben
  •  Das Aktivierungsfenster: Wie man ermittelt, wann Essen zur Selbstmedikation wird
  •  Live-Demonstration: Das Verlangen nach Lesen als Kommunikation des Nervensystems
  •  Beispiele: Kaffee, Zucker und Kohlenhydrate als Mittel, um das Eis zu brechen

Somatische Ernährung in der Praxis: Hilfsmittel für Therapeuten, die keine Ernährungswissenschaftler sind

  •  Die Soziometrie der Gelüste: Interaktive Gruppen-Mapping-Übung
  •  Drei-Kategorien-Modell: Stimulanzien, Beruhigungsmittel und Ausgleichsmittel in der Traumabehandlung
  •  Glukose-Stress-Überwachung: Einfache Beobachtungsmethoden für Therapeuten
  •  Anpassung der „Parts Work“-Methode: Demonstration zum Thema „Begegnung mit dem Teil, der sich überfrisst“

Klinische Integration: Von der Theorie zur Umsetzung

  •  Den „Therapie-Tag-Latte“ erkennen: Was die Mahlzeiten der Klienten vor der Sitzung verraten
  •  Der Zusammenhang zwischen Histamin und Trauma: Warum manche Klienten nicht aufhören können, zwischendurch zu naschen
  •  Den Teufelskreis bei Tiefkühlkost durchbrechen – ganz ohne Ernährungsberatung
  •  Sicherheit schaffen, ohne Scham zu wecken: Traumainformierte Sprache im Umgang mit Essverhalten

Überlegungen und bewusste Anwendung

  •  Grenzen der aktuellen Forschung zu Trauma und Ernährung
  •  Tätigkeitsbereich: Wissen, wann man an medizinische oder ernährungswissenschaftliche Fachkräfte überweisen muss
  •  Kulturelle Aspekte bei Ernährungs- und körperlichen Maßnahmen
  •  Mögliche Risiken: Vermeidung einer Retraumatisierung durch körperorientierte Übungen
     

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Fallmanager
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Therapeuten
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Krankenschwestern
  • Suchtberater
  • Ärzte
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

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