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Digitales Seminar

Ethik in der Suizidprävention und Trauerbegleitung

Voreingenommenheit, Grenzen und bewährte Vorgehensweisen

Sprecher:
Sally Spencer-Thomas, Doktor der Psychologie
Dauer:
2 Stunden 03 Minuten
Sprache:
Präsentiert auf Englisch, Untertitel auf Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch und Italienisch, Handouts auf Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch und Italienisch
Urheberrecht:
21. März 2026
Produktcode:
NOS096702
Medientyp:
Digitales Seminar

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Beschreibung

Die Begleitung von Klienten, die von Suizid betroffen sind – egal, ob sie einen geliebten Menschen verloren haben, einen Suizidversuch überlebt haben oder mit chronischen Suizidgedanken leben – erfordert mehr als nur gute Absichten; sie verlangt tiefgreifende ethische Reflexion und kulturell sensible Vorgehensweisen. Doch die intensive, isolierende und traumatisierende Erfahrung, die mit Suizid einhergeht, kann dazu führen, dass sich Fachkräfte überfordert fühlen, und Ängste vor Haftungsrisiken sowie unbewusste Vorurteile können die therapeutische Allianz stillschweigend untergraben. In diesem Workshop werden wir die sich wandelnde ethische Landschaft der suizidinformierten Betreuung erkunden und dabei auf aktuelle ethische Rahmenkonzepte, Praktiken der kulturellen Demut und Perspektiven aus eigener Erfahrung zurückgreifen. Am Ende wirst du Werkzeuge mitnehmen, die dir helfen, sicher, respektvoll und kompetent Unterstützung zu leisten. Außerdem lernst du:

  • Wie unreflektierte kulturelle, religiöse und persönliche Vorurteile zu ethischen blinden Flecken führen können
  • Wie man grundlegende ethische Prinzipien wie Autonomie, Wohltätigkeit, Nichtschädigung und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Suizidkrisen und der Genesung anwendet
  • Wie man mit Fragen der Vertraulichkeit, der Einwilligung nach Aufklärung und der Warnpflicht umgeht
  • Bewährte Methoden für eine genaue Buchführung
  • Ethische Überlegungen bei der Sicherheitsplanung

Kredit

Sprecher

Profil von Sally Spencer-Thomas, PsyD

Sally Spencer-Thomas, PsyD Verwandte Seminare und Produkte


Sally Spencer-Thomas, PsyD, ist klinische Psychologin, preisgekrönte Hauptrednerin und Impact-Unternehmerin, die sich dafür einsetzt, die Suizidprävention von einem reinen Risikomanagement zu einer sinnvollen Heilung zu wandeln. Sie ist international dafür bekannt, dass sie Geschichten, Wissenschaft und Strategien der Suizidprävention miteinander verbindet, um Fachkräften, Führungskräften und Organisationen dabei zu helfen, sich von einer rein haftungsorientierten Versorgung hin zu mitfühlender Kompetenz zu entwickeln. 
 

Dr. Spencer-Thomas ist Mitbegründerin und Präsidentin von United Suicide Survivors International sowie Mitbegründerin von Man Therapy®, einer innovativen Initiative für die psychische Gesundheit von Männern. Sie war Gründungsgeschäftsführerin der National Action Alliance for Suicide Prevention und hatte nationale Führungspositionen bei der American Association of Suicidology (AAS) inne, darunter als Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin, sowie Führungspositionen bei der International Association for Suicide Prevention (IASP). Sie war Mitglied in Beratungsgremien für Betroffene beim Suicide Prevention Resource Center und der National Suicide Prevention Lifeline (jetzt 988) und hat dabei geholfen, die Erfahrungen der Betroffenen in die nationale Strategie einzubringen. 
 

Als TEDx-Rednerin und Gast im Weißen Haus war Dr. Spencer-Thomas als Beraterin tätig und hat Vorträge in ganz Nordamerika, Europa, Asien und Australien gehalten. Ihre wichtigste Referenz ist jedoch ihre eigene Erfahrung als Hinterbliebene nach einem Suizid – eine Berufung, die ihre Arbeit antreibt, um Fachkräften dabei zu helfen, nicht nur Suizide zu verhindern, sondern auch die Lebensfreude der Menschen, denen sie dienen, zu stärken. 

 

Offenlegung der Referentin:
Finanziell: Sally Spencer Thomas führt eine Privatpraxis und erhält Tantiemen als veröffentlichte Autorin. Sie erhält ein Vortragshonorar sowie Tantiemen für Aufzeichnungen von Psychotherapy Networker PESI, Inc. Sie unterhält keine relevanten finanziellen Beziehungen zu nicht zulässigen Organisationen.
Nicht-finanzielle Angaben: Sally Spencer Thomas ist Präsidentin von United Suicide Survivors International und Mitglied des Vorstands der American Association of Suicidology. Sie ist Co-Vorsitzende der Workplace Special Interest Group der International Association of Suicide Prevention und Mitglied der Suicide Prevention Lifeline.


Weitere Infos

Infos zum Programm

Zugang zum Selbststudium (nicht interaktiv)

Der Zugriff auf dieses Produkt läuft nie ab.

Wenn du eine detailliertere Übersicht mit Zeiten oder Zeitangaben brauchst, schreib einfach eine E-Mail an cepepesi.com.


Ziele

  1. Wende grundlegende bioethische Prinzipien auf klinische Dilemmata in den Bereichen Suizidprävention, Trauerbegleitung und Sterbebegleitung an.
  2. Ethische blinde Flecken und Vorurteile erkennen und damit umgehen, die die therapeutische Allianz gefährden und Ungleichheit in der suizidinformierten Versorgung aufrechterhalten könnten.
  3. Unterscheide in der suizidbezogenen Praxis zwischen Grenzüberschreitungen und Grenzverletzungen, einschließlich Übertragung und Gegenübertragung, dualen Beziehungen und Selbstoffenbarungen des Therapeuten.

Übersicht

Ethische Grundlagen & blinde Flecken

  • Behandelte Lernziele:
    • Unbewusste Vorurteile erkennen
    • Wende ethische Grundsätze an (Autonomie, Wohltätigkeit, Nichtschädigung, Gerechtigkeit)
    • Einschränkungen der Forschung und mögliche Risiken
  • Beispiele dafür, wie Religion, Kultur und Bildung blinde Flecken prägen
  • Aktivität in kleinen Gruppen: Den toten Winkel entdecken – Szenarien aus dem Alltag

Rechtliche und ethische Klarheit bei der Krisenbewältigung

  • Behandelte Lernziele:
    • Umgang mit Vertraulichkeit, Einverständniserklärung und Befragung von Dritten
    • Lerne die besten Vorgehensweisen bei der Dokumentation kennen
  • Fallbeispiel: Ethisches Dilemma bei der Offenlegung eines Selbstmords am Arbeitsplatz

Übertragung, Gegenübertragung & gelebte Erfahrung

  • Behandelte Lernziele:
    • Emotionale Dynamiken bei medizinischem Fachpersonal erkennen, das mit Suizidfällen konfrontiert ist
  • Selbsttest-Tools zum Erkennen von übermäßiger Identifikation oder Vermeidungsverhalten
  • Strategien für Supervision und Selbstoffenbarung

Die Ethik des rationalen und ärztlich unterstützten Suizids

  • Behandelte Lernziele:
    • Setz dich mit der Ethik der Selbstbestimmung am Lebensende auseinander
  • Definieren und unterscheiden: Suizid, ärztlich assistierter Suizid (MAiD), rationaler Suizid
  • Kulturelle, rechtliche und spirituelle Auswirkungen
  • Kurzer Dialog: Raum schaffen vs. Werte aufzwingen

Zwangstherapie und Postvention

  • Behandelte Lernziele:
    • Integration von Maßnahmen zur Bewältigung ethischer Krisen
  • Kulturelle Sensibilität und persönliche Grenzen in der Betreuung nach einem Suizid
  • Ethischer Umgang mit Sicherheitsplänen (kooperativ, nicht zwingend)
  • Arbeitsblatt: „Was macht deinen ethischen Kompass aus?“

Zusammenfassung & Verpflichtungen für ethisches Wachstum

  • Teile eine Erkenntnis oder eine Veränderung, die Ärzte in die Praxis umsetzen werden
  • Optionale anonyme Reflexion: „Welcher ethische Konflikt beschäftigt dich noch?“

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Therapeuten
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Suchtberater
  • Fallmanager
  • Ärzte
  • Krankenschwestern
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

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