Weiter zum Hauptinhalt
Nicht gefunden
Digitales Seminar

Brainspotting in der Schule: Ein entwicklungsorientierter, schulbasierter Ansatz zur Regulierung und emotionalen Unterstützung


Sprecher:
Dr. Amelia Kelley
Dauer:
4 Stunden 41 Minuten
Sprache:
Präsentiert auf Englisch, Untertitel auf Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch und Italienisch, Handouts auf Englisch
Urheberrecht:
18. Juni 2026
Produktcode:
POS150815
Medientyp:
Digitales Seminar

Wähle einen Preis aus
Für später speichern Mehrwertsteuer wird beim Bezahlen draufgeschlagen In den Warenkorb

Beschreibung

Wenn Schüler ihre Gefühle nicht in Worte fassen können, spricht ihr Nervensystem trotzdem – dieses Training zeigt Fachkräften, wie sie auf eine Weise zuhören können, die sicher, einnehmend und entwicklungsgerecht für den schulischen Kontext ist.

Dieses Programm führt Fachkräfte aus schulischen und interdisziplinären Bereichen in Brainspotting-basierte Methoden ein – einen neurobiologisch fundierten Ansatz zur Förderung der Selbstregulierung, der emotionalen Sicherheit und der Lernbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen. Brainspotting arbeitet mit Augenposition, fokussierter Aufmerksamkeit und Körperwahrnehmung und ermöglicht es den Schülern, sich auf ihre inneren Erfahrungen einzulassen, ohne dass verbale Äußerungen, Traumageschichten oder die Aufarbeitung von Erinnerungen erforderlich sind.

Die Teilnehmer lernen grundlegende Brainspotting-Konzepte kennen, wobei der Schwerpunkt auf dem Ressourcenmodell von Brainspotting und einer regulierungsorientierten Herangehensweise bei leichter bis mäßiger Aktivierung liegt, zusammen mit klaren Leitlinien zu Grenzen, Containment und dem Anwendungsbereich in Schulen. Während Ansätze zur Traumaverarbeitung und hochintensiver Aktivierung im schulischen Umfeld nicht geeignet sind, ist es weder realistisch noch notwendig, jegliche Aktivierung zu vermeiden. Diese Fortbildung legt den Schwerpunkt darauf, wie man bewältigbare Stressreaktionen im Hier und Jetzt unterstützen kann, während gleichzeitig die Sicherheit des Nervensystems, die Wahlfreiheit und die Umkehrbarkeit gewahrt bleiben.


Das Programm umfasst Erfahrungsübungen, Demonstrationen und praktische Anpassungen für Schüler der Grund-, Mittel- und Oberstufe. Die Teilnehmer lernen, wie sie Brainspotting-basierte Strategien zur Deeskalation, bei Angstzuständen, somatischen Beschwerden, Lernblockaden und beim Gefühl der Zugehörigkeit anwenden können, wobei besonders auf Sicherheitsvorkehrungen, Kontraindikationen, Grounding und Überweisungsaspekte geachtet wird.

 
 

Kredit

Sprecher

Profil von Dr. Amelia Kelley

Dr. Amelia Kelley Verwandte Seminare und Produkte


Dr. Amelia Kelley ist eine traumainformierte Therapeutin, Forscherin und Pädagogin, die sich auf psychische Gesundheit, Neurodiversität, Traumaverarbeitung und die Regulierung des Nervensystems über alle Lebensphasen hinweg spezialisiert hat. Sie ist Autorin von „Powered by ADHD“, „Surviving Suicidal Ideation“ und mehreren weiteren Büchern sowie Gründerin der „Powered by ADHD“-Community und -Selbsthilfegruppe. Außerdem ist sie Inhaberin von Kelley Counseling & Wellness, wo sie neurodivergente und hochsensible Menschen jeden Alters betreut.


Ihre Arbeit wurde bereits in ADDitude, bei SiriusXM Doctor Radio, bei NPR, in der Chicago Tribune, in Parade, bei Healthline, bei HuffPost und in Psychology Today vorgestellt. Als TED-Sprecherin und „TED Editor’s Pick 2025“ setzt sich Dr. Kelley landesweit für Suizidprävention und frühzeitige psychologische Vorsorgeuntersuchungen an Schulen ein und unterstützt alle Kinder – einschließlich neurodivergenter Jugendlicher – durch proaktive, präventionsorientierte Betreuung. Sie hält weltweit Vorträge zu den Themen Trauma, empowermentbasierte Therapie, ADHS und körperbasierte Regulierung und ist die Entwicklerin des Women-Centered ADHD Treatment Model (W-CAT), das eine genauere und einfühlsamere Behandlung psychischer Erkrankungen fördert.
 

Offenlegungspflichten der Redner:
Finanzielles: Amelia Kelley unterhält eine Privatpraxis und steht in einem Arbeitsverhältnis mit dem Art Therapy Institute. Sie erhält ein Vortragshonorar von PESI, Inc. Sie unterhält keine relevanten finanziellen Beziehungen zu nicht zulässigen Organisationen.
Nicht finanziell: Amelia Kelley unterhält keine relevanten nichtfinanziellen Beziehungen.


Weitere Infos

Infos zum Programm

Zugang zum Selbststudium (nicht interaktiv)

Der Zugriff auf dieses Produkt läuft nie ab.

Wenn du einen detaillierteren Überblick mit Zeiten oder Dauer brauchst, schreib einfach an cepesi@pesi.com.


Ziele

  1. Erkläre, was Brainspotting ist, und beschreibe seine neurobiologischen Grundlagen.
  2. Erkläre, wie Brainspotting-basierte Methoden die Regulierung des Nervensystems unterstützen.
  3. Erkenne die grundlegenden Konzepte im Zusammenhang mit „Inside Window“, „Outside Window“ und „Gaze Spotting“.
  4. Unterscheide zwischen dem Brainspotting-Ressourcenmodell, der regulationsbasierten Aktivierung und Ansätzen zur Traumaverarbeitung.
  5. Wende Brainspotting-basierte Strategien im schulischen Umfeld an, wobei du entwicklungsgerechte Anpassungen vornimmst.
  6. Nutze einfache Skalierungswerkzeuge, um die Regulierung und die interdisziplinäre Kommunikation zu unterstützen.
  7. Erkenne typische Reaktionen des Nervensystems (Kampf, Flucht, Erstarrung) bei Kindern.
  8. Wende Brainspotting-basierte Strategien bei Angstzuständen, zur Deeskalation und bei leichten bis mittelschweren Stressreaktionen an.
  9. Wende nach Brainspotting-orientierten Interaktionen Strategien zur Erdung und zum Abschluss an.
  10. Ermittle Einschränkungen, Kontraindikationen und Indikationen für die Überweisung an eine höhere Versorgungsstufe.

Übersicht

Einführung in Brainspotting 

  • Definition und Anwendungsbereich von Brainspotting
  • Kurzer Überblick über Geschichte und Entwicklung 
  • Brainspotting als selbstregulierender und selbstheilender Prozess
  • Die Bedeutung von Erklärungen, Einwilligung und altersgerechter Sprache in der Schule

Grundlagen des Nervensystems für Schulen 

  • Überblick über die Verarbeitung in den subkortikalen Hirnregionen
  • Das emotionale Gehirn als sicherheits- und gedächtnisbasiertes System
  • Häufige Reaktionen des Nervensystems
    • Kampf
    • Flug
    • einfrieren
  • Normalisierung der Reaktionen des Nervensystems bei Kindern

Skalierung und Entwicklungsanpassung 

  • Die Skala als Instrument zur Regulierung und Kommunikation, nicht zur Beurteilung oder Diagnose

Grundschule (ca. 5–10 Jahre)

  • Visuelle und sensorische Skalen wie Farben, Emojis und Metaphern zu Größe oder Volumen
  • Konzentriere dich darauf, Körperzustände wahrzunehmen, ohne sie verbal zu verarbeiten

Mittelstufe (ca. 11–13 Jahre)

  • Einfache Bewertungsskalen von 0 bis 5, kombiniert mit Bildmaterial
  • Der Fokus liegt auf Auswahl, Tempo und der Akzeptanz von Schwankungen

Oberschule (ca. 14–18 Jahre)

  • Skalen von 0 bis 10 mit beschreibenden Ankerwerten
  • Der Fokus liegt auf Selbstbeobachtung, Eigenständigkeit und Sprache
  • Wird genutzt, um die Regulierung zu unterstützen, Erwartungen anzupassen und die interdisziplinäre Kommunikation zu fördern

Grundlegende Konzepte und Rahmenbedingungen von Brainspotting 

  • Innenfenster
    • Inneres Erleben, einschließlich Empfindungen, Emotionen, Impulse und Bilder
    • Es geht eher darum, körperliche Erfahrungen zu erfassen als die Erzählung
  • Fenster nach draußen
    • Beobachtungen des Betreuers, wie z. B. Atmung, Körperhaltung, Blick und Bewegung
    • Beobachtung als Grundlage für die Steuerung des Tempos und die Begrenzung
  • Blickkontakt
    • Spontane Augenpositionen wahrnehmen, die mit Regulierung oder Aktivierung zusammenhängen
    • Den Blick als Signal des Nervensystems verstehen
  • Heilungsrahmen
    • Die Annahme, dass sich Gehirn und Körper in Richtung eines ausgeglichenen Zustands bewegen, wenn Sicherheit gegeben ist
  • Doppel-Abstimmungsrahmen
    • Eingestellung auf das innere Erleben des Schülers
    • Einstimmung auf das Beziehungsfeld
  • Struktur und Eindämmung
    • Klare, kurze und auf die Gegenwart ausgerichtete Darstellung
    • Wie eine straffere Struktur die Disziplin in den Schulen fördert
  • WAIT-Prinzip
    • Warum rede ich eigentlich?
    • Weniger Worte verwenden, damit das Nervensystem die Führung übernehmen kann

Regelungsgestützte Aktivierung und Einbindung in Schulen 

  • Definition der regulationsgesteuerten Aktivierung
    • Leichte bis mäßige emotionale oder körperliche Erregung zulassen
    • Sicherheit, Wahlfreiheit und Eindämmung jederzeit gewährleisten
    • Angemessene Einbindung in Schulen
    • Aktuelle Stressfaktoren
    • Nachverfolgbare und rückgängig machbare Aktivierung
    • Ständiger Zugang zu Erdung und Ressourcen
  • In Schulen nicht angebracht
    • Traumaerzählungen oder Erinnerungsverarbeitung
    • Starke oder zunehmende Aktivierung
    • Arbeit, die man nicht unterbrechen, verlangsamen oder umlenken kann
  • Drei-Zonen-Eindämmungskonzept
    • Grüne Zone: Ressourcen und Stabilisierung
    • Gelbe Zone: leichte bis mäßige Aktivierung und der für die Schule geeignete Arbeitsbereich
    • Rote Zone: Traumaverarbeitung und Bereiche außerhalb der Schule
  • Gründe für schulspezifische Leitlinien
    • Begrenzte Zeit, Privatsphäre und Nachverfolgung
    • Überlegungen zu ethischen Aspekten und zum Tätigkeitsbereich

Erlebnisorientierte Übung: Regulationsorientiertes Brainspotting 

  • Identifizierung eines leichten bis mittelschweren aktuellen Stressfaktors
  • Identifizierung einer auf einem Regulierungsgremium basierenden Ressource
  • Optionale Skalierung zu Beginn
  • Selbstgesteuertes Abtasten des linken, rechten und mittleren Auges
  • Mit Neugierde den Blick auf den Regler richten
  • Optionale Skalierung am Ende

Zweck: Orientierung, Regulierung und Einhegung des Nervensystems, nicht Verarbeitung
Integration und Grenzsetzung vermitteln 

  • Überblick über erfahrungsorientierte Übungen
  • Klärung des gesetzlich festgelegten Geltungsbereichs
  • Unterscheidung zwischen regulierender Unterstützung und Therapie
  • Übersetzung in kurze, alltägliche Interaktionen in der Schule

Demonstration Nr. 1: Vom Therapeuten geleitetes, regelbasiertes Brainspotting 

  • Ein Freiwilliger identifiziert einen leichten bis mittelschweren Stressfaktor im Hier und Jetzt
  • Der Anbieter unterstützt die Identifizierung eines regulatorischen Raums
  • Der Anbieter steuert die Augenposition mithilfe von Beobachtung und Feedback
  • Optionale Skalierung am Anfang und am Ende
  • Überwachung der Eindämmung und Regulierung in allen Bereichen

Anmeldungen für die Schule

  • Prüfungsangst
  • Übergangsstress
  • Emotionale Überforderung vor dem Unterricht

Kreative Anwendungen von Brainspotting 

  • Bausteine und taktiles Spielen
  • Zeichnungen oder künstlerische Adaptionen
  • Gemeinsame Erzählanregungen wie „Wo wäre das?“
  • Spielbasierte Strategien im Einklang mit Regulierung und Begrenzung

Demonstration Nr. 2: Blickkontakt und gemeinsame Regulierung 

  • Der Begriff „Ehrenamt“ weckt in mir ein leichtes Unbehagen
  • Der Betreuer beobachtet den spontanen Blick und die Atmung
  • Einladende Stille bei einem ruhigen Blick
  • Anwendung des WAIT-Prinzips und minimaler Sprachgebrauch

Anmeldungen für die Schule

  • Deeskalation
  • Emotionale Abschottung
  • Überforderung im Unterricht

Bilaterale Stimulation und körperbasierte Hilfsmittel 

  • Die Rolle der bilateralen Musik bei der rhythmischen Regulierung
  • Leitfaden für den Einsatz in Schulen
  • Körperwahrnehmung bei somatischen Beschwerden

Hilfreiche Artikel

  • Knetball oder Stressball
  • Schwerer oder sperriger Gegenstand
  • Einfache Spielzeuge zum Herumfummeln

Erdung und Abschluss von Brainspotting-basierten Interaktionen

  • Die Bedeutung der Erdung vor dem Übergang
  • Die Aufmerksamkeit wieder voll und ganz auf die Gegenwart richten
  • Einsatz von Ankerelementen und Verstärkung regulierter Zustände

Anwendungen im schulischen Umfeld 

  • Deeskalation
  • Angst
  • Körperliche Beschwerden
  • Lernblöcke
  • Zugehörigkeit und Regeln in gemeinsam genutzten Räumen
  • Ein kurzer Überblick über Überlegungen zur Anpassung von Brainspotting-basierten Regulationsstrategien für Kleingruppen oder den Unterricht, wobei der Schwerpunkt eher auf gemeinsamer Ressourcenbildung und Containment als auf individueller Verarbeitung liegt

Einschränkungen, Kontraindikationen und Überweisung 

  • Situationen, die für eine Brainspotting-basierte Arbeit nicht geeignet sind
  • Anzeichen für eine Überweisung oder eine intensivere Versorgung
  • Ethische Überlegungen und Überlegungen zum Anwendungsbereich

Lernenden-Engagement

  • Handouts für die Lernenden
  • Fallstudien
  • Fragen und Antworten
  • Praktisches Training
  • Arbeitsblätter
  • Beurteilungs-/Diagnoseinstrumente
  • Online-Ressourcen
  • Empfohlene weiterführende Literatur

Einschränkungen und Risiken

Zielgruppe

  • Anbieter von psychologischen Dienstleistungen an Schulen
  • Psychologen
  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Krankenschwestern
  • Ärzte
  • Interdisziplinäre Schulteams

Bewertungen

Zufriedenheitsgarantie
Deine Zufriedenheit ist unser Ziel und unsere Garantie. Bei Fragen schreib einfach an info@pesi.eu.

Bitte warte ...

Zurück nach oben