Den Sicherheitsmythos entlarven
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Psychotherapeuten denken oft, dass die meisten Formen tiefer Heilung erst möglich sind, wenn wir unseren Klienten helfen, ein Gefühl der Sicherheit zu entwickeln. Aber wenn wir zu sehr auf dieses Gefühl der Sicherheit pochen, kann das für Klienten, die zu marginalisierten Gruppen gehören, kontraproduktiv sein und sie entwerten. Das Verlassen auf ein Gefühl der Sicherheit kann bei unseren Klienten eine unrealistische Erwartung wecken, nämlich dass sie sich in einer zutiefst unsicheren Welt sicher fühlen können – und sollten. Anstelle des Sicherheitsaxioms schlägt dieser Workshop vor, unsere Klienten, insbesondere diejenigen aus marginalisierten Gemeinschaften, in die Pflege eines Gefühls der Gebundenheit einzubeziehen. Ich schlage Gebundenheit als einen Rahmen vor, der kulturell bescheidener ist und es uns ermöglicht, einen Klienten dabei zu unterstützen, in der Art von entschieden queerer Ambivalenz, Mehrdeutigkeit und Unsicherheit zu verweilen, die für Wachstum, Veränderung, Heilung und die Beziehung zu unserem verkörperten Selbst unerlässlich sind.
Lucie Fielding, PhD, MA, LMHC, (sie/sie) ist eine weiße, neurodivergente Queer-Person, eine von Transmisogynie betroffene (TMA) Femme und eine Therapeutin, die in Virginia und Washington (auf dem Gebiet der Monacan und dem nicht abgetretenen Gebiet der Duwamish) arbeitet. Sie hat sich auf Sexualtherapie, kink-kundige Therapie, 2SLGBTQIA-kundige Therapie und sexarbeitbejahende Therapie spezialisiert und arbeitet mit narrativen, imaginären und somatischen Ansätzen, die die (generationsübergreifende) Weisheit des Körpers würdigen, die Fürsorge in der Gemeinschaft fördern und eine selbstbestimmte, verkörperte Erotik unterstützen. Sie hat einen MA in Beratungspsychologie vom Pacifica Graduate Institute (2018) und einen PhD in Französisch von der Northwestern University (2008) mit Spezialisierung auf erotische Literatur. Ihr literarischer Hintergrund macht sie sensibel dafür, wie kulturelle Skripte sich in unseren Körpern einschreiben und unser erotisches Leben prägen. Neben ihrer Tätigkeit als Therapeutin ist Lucie auch Sexualpädagogin und hat Workshops für verschiedene Gruppen, Organisationen, Universitäten und Behörden geleitet. Sie ist Autorin von „Trans Sex: Clinical Approaches to Trans Sexualities and Erotic Embodiments” (2021), das mit dem AASECT BookAward (Lammy) in der Kategorie „Transgender-Nonfiction” ausgezeichnet wurde. Mehr über Lucie erfährst du unter luciefielding.com oder folge ihr auf Instagram (@sexbeyondbinaries).
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