Vollständige Kursbeschreibung


Klinische Anwendungen der Polyvagaltheorie mit Stephen Porges, PhD: Trauma, Bindung, Selbstregulierung und Emotionen

Infos zum Programm

Ziele

  1. Beschreib mal die Hauptmerkmale und Grundlagen der Polyvagaltheorie.
  2. Erkläre, wie die Polyvagaltheorie Verhaltensmerkmale im Zusammenhang mit psychiatrischen Störungen und anderen Verhaltensproblemen erklären kann.
  3. Finde raus, wie maladaptives Verhalten, das bei einigen psychischen Störungen auftreten kann, adaptive Reaktionen widerspiegeln kann, die durch Überlebensmechanismen ausgelöst werden.
  4. Erkläre, wie der neuronale Prozess (Neurozeption) Risiken in der Umgebung einschätzt und anpassungsfähige neuronale Schaltkreise auslöst, die entweder soziale Interaktionen oder Abwehrverhalten fördern.
  5. Schau dir mal die Definition der Funktionen des sozialen Engagementsystems an, die die Nervenbahnen einbezieht, die das Gehirn, das Gesicht und das Herz verbinden.
  6. Zeig mal, wie Probleme bei der Regulierung des sozialen Engagementsystems als Kernmerkmale von verschiedenen psychischen Störungen auftreten.
  7. Erkläre, wie therapeutische Präsenz auf der Interaktion zwischen den sozialen Bindungssystemen von Klient und Therapeut basiert.
  8. Schau mal, wie das System für soziales Engagement dabei hilft, die Therapieergebnisse zu verbessern.
  9. Finde raus, welche Funktionen des sozialen Bindungssystems durch Stress und Trauma beeinträchtigt werden.
  10. Finde raus, wie akustische Stimulation über das Safe and Sound Protocol als akustischer Vagusnervstimulator wirken kann, um den autonomen Zustand zu verändern und spontane soziale Interaktionen zu fördern.

Übersicht

Die Polyvagaltheorie

  • Die Biologie von Sicherheit und Gefahr
  • Die Prinzipien und Merkmale der Polyvagaltheorie und wie man sie in der Praxis anwendet
  • Wie die Polyvagaltheorie verschiedene Merkmale von stressbedingten Krankheiten und psychischen Störungen wie PTBS, Autismus, Depressionen und Angstzuständen erklären kann
  • Das soziale Bindungssystem und wie es durch Stress und Trauma beeinträchtigt wird
  • Unser System für soziales Engagement zurücksetzen
  • Evolutionäre Veränderungen und adaptive Funktionen im autonomen Nervensystem
  • Wie Menschen auf Herausforderungen reagieren
  • Drei neuronale Plattformen, die die neurophysiologischen Grundlagen für soziales Engagement, Kampf-/Flucht- und Abschaltverhalten liefern
Soziales Engagement und psychische und Verhaltensstörungen
  • Eine Beschreibung der Verbindung zwischen Gesicht und Herz, die ein funktionierendes System für soziale Interaktion bildet
  • Wie unsere Gesichtsausdrücke, Lautäußerungen und Gesten durch Nervenmechanismen gesteuert werden, die unser autonomes Nervensystem regulieren
Neurozeption: Risiken erkennen und einschätzen
  • Wie unser soziales und physisches Umfeld Veränderungen im physiologischen Zustand auslöst
  • Verstehen, dass adaptive körperliche Reaktionen zu maladaptiven Verhaltensweisen führen können
  • Immobilisierung ohne Angst
  • Spiel als Gehirntraining
  • Zuhören als Gehirntraining
„Entmystifizierung“ häufiger biologischer und verhaltensbezogener Reaktionen auf Trauma und Missbrauch
  • Kampf-/Flucht- und Immobilisierungsstrategien zur Verteidigung
  • Die adaptive Funktion der Immobilisierung und die damit verbundenen klinischen Probleme
  • Wie der Stress und die Herausforderungen des Lebens das soziale Bewusstsein verzerren und spontanes soziales Engagement durch Abwehrreaktionen ersetzen
Die Polyvagaltheorie in der Klinik anwenden, um die Behandlungsergebnisse zu verbessern
  • Auditive Überempfindlichkeiten verstehen und behandeln
  • Regulierung des emotionalen Zustands als zentrales Merkmal psychiatrischer Störungen
  • Autismus und PTBS genauer anschauen
  • Strategien zur Erklärung der Störung und Wiederherstellung der symbiotischen Regulation
  • Soziale Signale erkennen, die Abwehrreaktionen stören oder reparieren
  • Risiken und Einschränkungen der Theorie und klinischen Praxis

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Fallmanager
  • Suchtberater
  • Therapeuten
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Krankenschwestern
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 18.10.2019

Traumabeurteilung und Interventionen nach der Polyvagaltheorie: Ein autonomer Weg zu Sicherheit, Verbundenheit und Heilung

Infos zum Programm

Ziele

  1. Finde raus, was die Polyvagaltheorie eigentlich ist und wie du das Ganze so erklären kannst, dass es für deine Kunden leicht zu verstehen ist.
  2. Unterscheide drei Kreisläufe des autonomen Nervensystems, die du in der Psychoedukation von Klienten nutzen kannst.
  3. Schau dir an, wie das autonome Nervensystem als internes Überwachungssystem funktioniert und wie es die gewohnten Reaktionen der Klienten auf Traumata beeinflusst.
  4. Überleg dir, wie du deinen Kunden helfen kannst, die regulierenden Fähigkeiten des autonomen Nervensystems zu nutzen, die ein Gefühl von Sicherheit schaffen.
  5. Überleg dir, wie du das Social Engagement System nutzen kannst, um deinen Klienten dabei zu helfen, ihre Fähigkeiten zur gemeinsamen Regulierung zu verbessern und wechselseitige Beziehungen aufzubauen.
  6. Schau dir die Muster im autonomen Zustand deiner Kunden an, um die Behandlungsplanung besser zu gestalten.
  7. Unterstütze die Rolle des traumainformierten Therapeuten als Co-Regulator und seinen Einfluss auf die klinischen Ergebnisse.
  8. Unterscheide die Eingriffspunkte im autonomen Nervensystem, um die Sicherheit besser zu gewährleisten und Traumata effektiver zu behandeln.
  9. Setze die richtigen neuronalen Herausforderungen und Übungen bei deinen Kunden ein, um das autonome Nervensystem in Richtung Sicherheit und Verbundenheit zu formen.
  10. Überleg dir, wie du mit dem Zyklus oder dem Wechsel zwischen Bruch und Reparatur arbeiten kannst, um deinen Klienten dabei zu helfen, ihr biologisches Bedürfnis nach Verbindung zu erfüllen.
  11. Entwickle eine polyvagale klinische Praxis, die auf einer passenden Beurteilung und Behandlungsplanung basiert.
  12. Ordne ethische Fragen, Forschungsbeschränkungen und mögliche Risiken ein, die ein Polyvagal-Therapeut beachten sollte.

Übersicht

GRUNDLAGEN DER POLYVAGAL-THEORIE

  • Entwicklung des autonomen Nervensystems
  • Wie Traumata das autonome Profil beeinflussen
  • Drei Organisationsprinzipien
    • Neurozeption: Erkennen ohne wahrzunehmen
    • Hierarchie: 3 vorhersehbare Reaktionswege
    • Koregulation: Der biologische Imperativ

NEUROCEPTION UND DIE BILDUNG VON AUTONOMEN NERVENBAHNEN

  • Verstehe das interne Überwachungssystem
  • Achte auf Anzeichen von Sicherheit und Gefahr
  • Alltägliche „biologische Unhöflichkeit“
  • Trauma, autonome Weisheit und kognitive Übersteuerung

Navigiere durch die autonome Hierarchie

  • Drei autonome Kreisläufe erkunden
    • sympathischer Ast
    • Ventraler Vagusweg
    • Dorsaler Vagusweg
  • Wie Traumata die Zyklen der autonomen Reaktion beeinflussen
  • Aktiviere die regulierenden Fähigkeiten des autonomen Nervensystems.
  • Einführung in die autonome Kartierung

DAS SYSTEM FÜR SOZIALES ENGAGEMENT

  • Die fünf Teile des Systems für soziales Engagement
  • Was passiert, wenn Teile des Systems nicht verfügbar sind?
  • Das System des sozialen Engagements nutzen, um Staaten zu regulieren
  • Das System für soziales Engagement nutzen

AUTONOME ZUSTÄNDE VERFOLGEN

  • Muster im Laufe der Zeit erkennen
  • Nutze Mikro-Momente, um Veränderungen anzustoßen
  • Entdecke die Mischung aus Spiel und Ruhe
  • Autonome Anker erstellen

Das biologische Bedürfnis nach Verbundenheit erfüllen

  • Das Kontinuum von Einsamkeit bis Geselligkeit abbilden
  • Sicherheit durch gemeinsame Regulierung schaffen
  • Mit dem Zyklus von Gegenseitigkeit – Bruch – Wiederherstellung arbeiten

Das autonome Nervensystem für mehr Sicherheit gestalten

  • Interventionsportale identifizieren
  • Mach ein paar Gehirnübungen
  • Nutze den Atem als Regulator
  • Neue Muster durch Bewegung erschließen
  • Schau dir die automatische Reaktion auf Berührungen an
  • Autonome Bilder nutzen

Die Polyvagaltheorie in die klinische Praxis einbauen

  • Sich damit wohlfühlen, Kunden die Polyvagaltheorie beizubringen
  • Die 8 Schritte einer klinischen Sitzung nach dem Polyvagal-Ansatz
  • Polyvagale-basierte Beurteilung und Behandlungsplanung
  • Polyvagaltheorie und Phase-I-Traumabehandlung

Aufgaben eines Polyvagal-Therapeuten

  • Die Leitfragen
  • Ethische Überlegungen
  • Forschungsbeschränkungen und mögliche Risiken

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Fallmanager
  • Suchtberater
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Krankenschwestern
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 21.05.2019

Neurowissenschaft und Physiologie von Traumata: Ausführliches Interview mit Dr. Stephen Porges

Infos zum Programm

Zielgruppe

Suchtberater, Berater, Ehe- und Familientherapeuten, Krankenschwestern, Psychologen, Sozialarbeiter

Ziele

  1. Schau dir mal die klinischen Auswirkungen der Polyvagaltheorie in Bezug auf die Hierarchie an: ventrale Vagusreaktion, sympathische Reaktion und dorsale Vagusreaktion.

Übersicht

Polyvagaltheorie

  • Stress erleben
  • Kampf-/Flucht-/Erstarrungsreaktion
  • Trauma-Ergebnisse

Urheberrecht: 19.05.2012