Vollständige Kursbeschreibung


Pat Ogdens Meisterkurs zu komplexen Traumata: Sensorimotorische Psychotherapie in der Praxis

Infos zum Programm

Ziele

  1. Analysiere die Merkmale von Situationen, die zu einem komplexen Trauma führen können.
  2. Beurteile die Symptome eines komplexen Traumas.
  3. Wende therapeutische Experimente an, um in der Sitzung mit den inneren Anteilen des Selbst zu arbeiten.
  4. Erkläre, welche Rolle Bewegung dabei spielt, die Kommunikation zwischen den inneren Teilen des Selbst zu fördern.
  5. Ermittle den Nutzen von körperorientierten Hausaufgaben, um therapeutische Fortschritte zu fördern.
  6. Ermittle die Risiken und Vorteile des Einsatzes von Körperhaltung als Intervention bei Klienten mit komplexen Traumata.
  7. Beurteile die Wirksamkeit des Einsatzes von Selbstberührung als Hilfsmittel.
  8. Beurteile die Risiken und Chancen, wenn du bei Trauma-Überlebenden auf Körperempfindungen abzielst.
  9. Wende zwei Maßnahmen an, um Klienten dabei zu helfen, ihren Körper wahrzunehmen, und so die Behandlungsergebnisse zu verbessern.

Übersicht

Modul 1: Komplexe Traumata entschlüsseln durch die Interpretation der Körpersprache
Der Weg, deinen Klienten dabei zu helfen, komplexe Traumata zu überwinden, beginnt hier. Begleite Pat Ogden, wenn sie die Grundlagen der sensomotorischen Psychotherapie für komplexe Traumata vorstellt. Lerne „May“ kennen und beobachte, wie Pat ihre Körpersprache fachkundig entschlüsselt, um Traumata aufzudecken und den Heilungsprozess einzuleiten. Außerdem erfährst du:

  • Was unterscheidet komplexes Trauma von anderen Traumata und welche Fragen musst du genau stellen, um es richtig zu diagnostizieren?
  • Warum der Körper der am meisten vernachlässigte Aspekt der Traumabehandlung ist und wie du ihn in deine Praxis integrieren kannst
  • Der Schlüssel zum Entschlüsseln der Körpersprache und wie man sie konkret nutzt, um Traumata im Körper aufzudecken
  • Der schrittweise Prozess der sensomotorischen Psychotherapie, der deinen Klienten dabei hilft, ihr Trauma schneller und gründlicher zu überwinden, als du es dir jemals vorgestellt hast
Modul 2: Körperhaltung und Selbstberührung: Hilfsmittel zur Traumaverarbeitung
Tauche tiefer in die sensomotorischen Techniken ein, die den Heilungsprozess beschleunigen. Hier lernen wir „Anita“ kennen, eine Person mit geringem Selbstwertgefühl, das auf eine schwere traumatische Vergangenheit zurückzuführen ist. Schau zu, wie Pat genau zeigt, wie sie Körperhaltung, Achtsamkeit und Selbstberührung einsetzt, um das Selbstwertgefühl zu stärken und Traumata aus dem Körper zu lösen. Entdecke:
  • Was dir die Körperhaltung deines Klienten verrät und wie Pat sie nutzt, um Traumata im Körper zu lösen 
  • Warum Selbstberührung eine der wirkungsvollsten Methoden in der Traumabehandlung ist und wie du deinen Klienten beibringst, sie zu nutzen, um ihre Heilung selbst in die Hand zu nehmen
  • Was genau du tun solltest, wenn dein Klient während der Sitzung aus dem Gleichgewicht gerät oder dissoziiert, und wie du die Sicherheit im Therapieraum wiederherstellen kannst
Modul 3: Körperphobie überwinden: Angst und Abneigung gegenüber dem eigenen Körper loslassen
Schließe den Prozess der Traumalösung im Körper ab. Beobachte, wie Pat mithilfe von Körperwahrnehmung und Bewegung „Sonia“ unterstützt, einer Person mit Kindheitstraumata und einem negativen Körperbild. In diesem letzten Abschnitt erfährst du:
  • Warum Dissoziation der Schlüssel zur Erkennung von Körperphobien ist und wie man mit Körperempfindungen arbeitet, um Klienten dabei zu helfen, wieder sicher eine Verbindung zu ihrem Körper herzustellen 
  • Die Rolle von Diskriminierung und rassistischem Trauma bei der Entstehung von Körperphobien und wie man kulturelle Aspekte in die sensomotorische Psychotherapie einbezieht
  • Die wichtigsten Techniken, die du anwenden solltest, um sicherzustellen, dass deine Klienten Resilienz und Selbstvertrauen aufbauen 

Zielgruppe

  • Berater
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 08.05.2021

Sensorimotorische Psychotherapie: Körperorientierte Therapietechniken für Trauma und Bindung

Die Intelligenz des Körpers ist in der Psychotherapie noch ziemlich ungenutzt. Nur wenige Ausbildungsprogramme in Psychologie oder Beratung zeigen, wie man die Weisheit des Körpers für therapeutische Veränderungen nutzen kann, sodass Therapeuten meistens auf die verbalen Erzählungen ihrer Klienten angewiesen sind.  Dabei ist die Geschichte, die die „somatische Erzählung“ – Gestik, Körperhaltung, Prosodie, Mimik, Blickkontakt und Bewegung – erzählt, wahrscheinlich wichtiger als die Geschichte, die mit Worten erzählt wird. In diesem Vortrag geht's darum, die Weisheit des Körpers zu erklären und wie man den Körper selbst nutzen kann, um therapeutische Ziele zu erreichen.  

Infos zum Programm

Übersicht

Die Weisheit des Körpers

  • Warum Bewegung und Haltung ein wichtiges Ziel der Intervention sind 
  • Wie du Achtsamkeit nutzen kannst, um die Weisheit deines Körpers zu entdecken (eingebettete relationale Achtsamkeit)
  • Die Ressourcen des Körpers entdecken, um die Erregung zu stabilisieren
Das Erbe von Trauma und Bindung
  • Bewegung nutzen, um traumatische Erinnerungen zu verarbeiten
  • Bewegung nutzen, um anpassungsfähige Beziehungen zu fördern

Ziele

  1. Such dir drei körperliche Methoden aus, um deine Erregung zu kontrollieren.
  2. Entscheide dich für „Bottom-up-Verarbeitung“, um traumatische Erinnerungen zu verarbeiten.
  3. Unterscheide zwischen Aktionen, die Nähe suchen, und wie sie sich auf die Kundenerfahrung auswirken.
  4. Integriere achtsames Denken in die Planung der Therapiesitzungen mit deinen Klienten.

Zielgruppe

  • Berater
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 24.09.2020

Inwiefern werden Frauen anders sozialisiert, und wie zeigt sich das in unseren Körpern?

Die Sozialisierung von Mädchen und Frauen prägt unseren Körper und unseren Geist nachhaltig.  Das Erbe der Geschlechtssozialisierung beeinflusst stark, was wir als geschlechtsspezifische Überzeugungen, Normen, Einstellungen und Verhaltensweisen betrachten, was nicht nur zu einer höheren Rate an traumatischem Stress und anderen Schwierigkeiten bei Mädchen und Frauen führt, sondern auch zu besonderen Ressourcen und Kompetenzen. Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen, kulturellen Unterschieden, Fallbeispielen und persönlichen Erfahrungen wird dieser Vortrag die Komplexität der Geschlechtssozialisierung bei Mädchen und Frauen beleuchten und körperorientierte Interventionen anbieten, um damit umzugehen.

Infos zum Programm

Ziele

  1. Ermittle mögliche Überzeugungen und Verhaltensweisen, die sich aus der Sozialisation von Mädchen und Frauen ergeben können.
  2. Wende körperorientierte Behandlungsansätze an, die gezielt auf die Folgen der Sozialisation von Mädchen und Frauen abzielen.
  3. Untersuche, wie sich die geschlechtsspezifische Sozialisation unterschiedlich auf die Bewegungsabläufe und die Körperhaltung von Männern und Frauen auswirken könnte.

Übersicht

  • Die Weisheit des Körpers 
  • Sozialisation und Geschlechterrollen beeinflussen die körperliche Wahrnehmung 
  • Kulturelle Erwartungen und die Auswirkungen auf Frauen 
  • Sozialisation und Geschlechterrollen beeinflussen Grenzen 

Zielgruppe

  • Psychotherapeuten
  • Berater
  • IAPT-Fachkräfte
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Therapeuten
  • Fallmanager
  • Suchtberater
  • Krankenschwestern
  • Psychiater
  • Allgemeinmediziner
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 18.11.2021