Vollständige Kursbeschreibung


Mehr als nur Verhalten: Wirksame, neurowissenschaftlich fundierte Methoden zur Veränderung von Verhaltensweisen bei Kindern mit Dr. Mona Delahooke

Infos zum Programm

Ziele

  1. Lege Behandlungsstrategien/-techniken fest, die auf dem emotionalen, sensorischen und motorischen Profil sowie der Wahrnehmung von Sicherheit im Rahmen der sozial-emotionalen Entwicklung jedes Einzelnen basieren.
  2. Unterscheide zwischen absichtlichem Fehlverhalten und Stressreaktionen.
  3. Integriere körper- und geistesbezogene Techniken zur Behandlung von psychischen Problemen, Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen.
  4. Wende den 3-Stufen-Prozess der personalisierten Einstimmung an, um Kindern dabei zu helfen, zur Ruhe zu kommen und ihre Emotionen in den Griff zu bekommen.
  5. Erläutere, warum ein fächerübergreifender Ansatz für die Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung wichtig ist.
  6. Untersuche die entscheidende Bedeutung des „therapeutischen Einsatzes der eigenen Person“ bei der Arbeit mit Kindern.

Übersicht

Modul 1: Warum unsere derzeitigen Erziehungsansätze ihr Ziel verfehlen und unseren Kindern nicht helfen

  • Was führt eigentlich dazu, dass Kinder die emotionale oder verhaltensbezogene Kontrolle verlieren?
  • Der Übergang von einer „festgefahrenen“ Denkweise zu einer „neuroentwicklungsorientierten“ Denkweise
  • Drei Hauptgründe, warum die derzeitigen Behandlungsprotokolle unzureichend sind
  • Verhaltensweisen je nach Kontext neu interpretieren und als „Anpassungen“ betrachten
  • Die Probleme mit Auszeiten, Isolation, „Aufmerksamkeitssuchendem Verhalten“ und „absichtlichem Ungehorsam“
  • Absichtliches Fehlverhalten oder ungewollte Stressreaktion?
  • Nutzung eines Entwicklungsplans

Modul 2: Ein neuer Ansatz zum Verständnis von Verhaltensproblemen

  • Der „Entwicklungs-Eisberg“
  • 4 Ursachen für Verhaltensprobleme
  • Das polyvagale Konzept der „Neurozeption“ nutzen, um Verhaltensweisen zu verstehen und zu verändern
  • Entwicklung von Behandlungsplänen unter Berücksichtigung der neurologischen Entwicklung

Modul 3: Hinter den Verhaltensweisen und darüber hinaus: Die Sprache des kindlichen Nervensystems verstehen

  • Zwei Zweige und drei Bahnen des autonomen Nervensystems
  • Gemeinsame Regeln mit Kindern aufstellen
  • Der therapeutische Einsatz des Selbst
  • Die grünen, roten und blauen Bahnen im Nervensystem eines Kindes

Modul 4: Die sechs Schlüsselprozesse der sozialen und emotionalen Entwicklung und die DIR-Therapie

  • Bewertung von Prozessen
  • Gefühle der Verletzlichkeit hinter Fehlverhalten erkennen
  • Die „Erwartungslücke“ überbrücken
  • Die Anwendung der sechs neurologischen Entwicklungsprozesse in der Therapie
  • Das DIR-Therapiemodell

Modul 5: Techniken zur Verhaltensänderung auf Basis des Nervensystems, Teil 1

  • Die sechs „Cs“ im Entwicklungsprozess
  • Individuelle Einstimmung üben
  • Das „IDEA“-Modell
  • Checkliste für sensorische Überempfindlichkeit
  • Checkliste für sensorische Unterreaktivität
  • Sinnesbedürfnis
  • Klinische Beispiele
  • Die Stressbelastung eines Kindes im Blick behalten
  • Grundlagen des Spiels

Modul 6: Techniken zur Verhaltensänderung auf Basis des Nervensystems, Teil 2

  • Beispiele zu Neurodiversität, Trauma und ASD
  • Strategien zur Deeskalation
  • Die Entwicklung eigener Strategien beim Kind
  • Autonome Zustände erkennen und benennen
  • Klinische Beispiele
  • Umgang mit „störendem“ Verhalten
  • Verhaltensweisen bei Menschen mit Neurodiversität deuten
  • Traumata und Verhaltensauffälligkeiten
  • Rassismus und seine Auswirkungen auf Kinder
  • Analysiere die Vorteile, Risiken und Grenzen einer neurobiologisch fundierten Behandlung von Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Schlussfolgerungen

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Therapeuten
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Fallmanager
  • Sprachtherapeuten
  • Ergotherapeuten
  • Krankenschwestern
  • Schulberater
  • Schulsozialarbeiter
  • Schulpsychologen
  • Schulverwalter
  • Lehrer
  • Sonderpädagogen
  • Kliniker an Schulen
  • Pädagogische Hilfskräfte
  • Andere helfende Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten

Urheberrecht: 11.06.2020

Oppositionelles Trotzverhalten oder fehlerhafte Neurozeption: Störendes Verhalten aus der Perspektive der Polyvagaltheorie

Infos zum Programm

Ziele

  1. Ordne bestimmte Verhaltensweisen den drei grundlegenden Funktionen des autonomen Nervensystems (ANS) zu.
  2. Nutze neurozeptionelle Interventionen, wie physiologische Co-Regulation und zwischenmenschliche Interaktion, um oppositionelles Verhalten zu behandeln. 
  3. Schau mal, wie gut es funktioniert, die Polyvagaltheorie in Programme zum „Verhaltensmanagement“ einzubauen. 

Übersicht

Verhaltensprobleme: Ist das eine bewusste Entscheidung oder eine Reaktion auf Stress?

  • Was die Polyvagaltheorie zum Thema „Verhaltensmanagement“ beiträgt
  • Das autonome Nervensystem (ANS)
  • Neurozeption: Wie Kinder Sicherheit und Stress wahrnehmen (und was das für ihr Verhalten bedeutet)
  • Ist ODD eine Verhaltensstörung oder ein Nervensystem, das nach Beziehungssicherheit sucht?

Klinische Strategien zum Aufbau von Beziehungs- und Sicherheit

  • Los geht's: Ein bestimmtes Verhalten dem passenden ANS-Pfad zuordnen
  • Unterscheiden zwischen einem bewussten Verhalten und einer Stressreaktion
  • Gemeinsame Regulierung, Wärme und zwischenmenschliches Engagement
  • Wie man die „unauffindbaren“ Kinder und Jugendlichen erreicht
  • Wie sieht's mit Verhaltensvereinbarungen und Anreizsystemen aus?

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Therapeuten
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Fallmanager
  • Sprachtherapeuten
  • Ergotherapeuten
  • Krankenschwestern
  • Schulberater
  • Schulsozialarbeiter
  • Schulpsychologen
  • Schulverwalter
  • Lehrer
  • Sonderpädagogen
  • Kliniker an Schulen
  • Pädagogische Hilfskräfte
  • Andere helfende Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten

Urheberrecht: 08.05.2020