Vollständige Kursbeschreibung


Das lebendige Erbe des Traumas mit Dr. Janina Fisher: Konkrete Hilfsmittel zur Neugestaltung der klinischen Praxis

Infos zum Programm

Ziele

  1. Ermittle die autonomen, kognitiven, affektiven und somatischen Auswirkungen traumatischer Ereignisse.
  2. Wende psychoedukative Maßnahmen an, die zur Stabilisierung beitragen oder traumatisierten Klienten Linderung verschaffen.
  3. Wende achtsamkeitsbasierte Techniken an, um erlernte Reaktionsmuster zu hinterfragen.
  4. Integriere somatische Interventionen, die ein traumatisiertes Nervensystem regulieren.
  5. Nutze Arbeitsblätter, um traumabedingte Symptome zu erkennen und anzugehen.
  6. Beurteile den Stand der aktuellen Forschung und die Grenzen der Arbeit mit somatischen Techniken bei Traumata.

Übersicht

Das bleibende Erbe traumatischer Erlebnisse

  • Die Neurobiologie: Wie „der Körper die Spuren bewahrt“
  • Wie das Gehirn uns hilft zu überleben
  • Was hält eine PTBS aufrecht?
  • Der Umgang mit einem traumatisierten Nervensystem in der klinischen Praxis
  • Risiken, Einschränkungen und die Art der neuesten Forschungsergebnisse
Trauma-Überlebende stärken
  • Psychoedukation: Der Wert und die Bedeutung der Sprache
  • Kompetenzaufbau zu einer zwischenmenschlichen Erfahrung machen
  • Die Herausforderung der Bewältigung posttraumatischer Belastungen
  • Sich von selbstzerstörerischen Bewältigungsstrategien erholen
  • Arbeitsblatt: 10-prozentige Lösungen
  • Arbeitsblatt: Abstinenz- und Rückfallzyklen verfolgen
Neurobiologisch fundierte Ansätze und Instrumente zur Traumabehandlung
  • Sensorimotorische Psychotherapie: Prinzipien und Maßnahmen zur Lösung von Symptomen
  • Körperliche Maßnahmen, um Leuten bei der Regulierung ihrer autonomen Funktionen zu helfen
  • Umgang mit traumatischen Bindungsmustern
  • Veränderliche Bindungsmuster
  • Arbeitsblatt: Woran merkst du, dass du getriggert wirst?
  • Arbeitsblatt: Trauma und das Toleranzfenster
Traumabedingte Fragmentierung und Dissoziation
  • Das Modell der strukturellen Dissoziation
  • Finde die traumatisierten Anteile heraus
  • Verwendung eines Teilemodells bei der Fragmentierung
Aufarbeitung und das Potenzial für eine bessere Trauma-Bewältigung
  • Eine mitfühlende Beziehung zu sich selbst aufbauen
  • Achtsamkeitstechniken speziell für Trauma-Überlebende
  • Weitere Arbeitsblätter für Kunden
  • Die vorgestellten Tools in die klinische Sitzung einbauen

Zielgruppe

  • Berater
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Fallmanager
  • Suchtberater
  • Therapeuten
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Krankenschwestern
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 03.10.2021

Der Körper als gemeinsames Ganzes: Visualisierungstechniken zur Behandlung von Dissoziation

Sich im Rahmen einer traumatischen Erfahrung von sich selbst zu trennen, ist eine Überlebensstrategie, die es Opfern ermöglicht, das Geschehene und die Teile, die Opfer geworden sind, zu verdrängen. Die Kosten der Dissoziation als instinktive mentale Überlebensreaktion sind oft lebenslange innere Konflikte, Scham und Selbsthass, Schwierigkeiten, sich selbst zu beruhigen, und Probleme in Beziehungen zu anderen.  Ohne innere Kohärenz oder Mitgefühl sind diese Menschen anfällig für Suizidalität und Selbstverletzung oder Drogenmissbrauch und werden oft mit dem Etikett „Borderline“ abgestempelt.

Auch wenn man sich manchmal total kaputt fühlt, haben wir alle ein Gehirn, das sich Erfahrungen wie Akzeptanz, Nähe und Geborgenheit vorstellen kann, die die gleichen körperlichen Empfindungen hervorrufen wie eine frühe sichere Bindung.  Wenn man Klienten dabei hilft, ihre abgespaltenen jüngeren Ichs zu entdecken und sie imaginär „nach Hause“ zu bringen, führt das spontan zu einem inneren Gefühl von Wärme und Sicherheit, das sie noch nie erlebt haben. In diesem Vortrag werden wir die therapeutische Kraft der Nutzung somatischer Erfahrungen untersuchen, um die innere Bindung zu den am tiefsten verleugneten jüngeren Ichs der Klienten zu fördern.

Infos zum Programm

Ziele

  1. Finde heraus, welche Anzeichen es für abgelehnte Teile und innere Konflikte bei den Klienten gibt.  
  2. Benutz Visualisierungstechniken, die ein Gefühl von Nähe oder Verbundenheit schaffen. 
  3. Probier mal somatische Interventionen aus, die ein größeres Mitgefühl für dissoziierte Anteile fördern. 

Übersicht

Dissoziation als Überlebensstrategie

Visualisierung als eine Strategie, um ein Gefühl der Einstimmung zu fördern

„Selbstmitgefühl“: jeden Teil der Persönlichkeit akzeptieren 

Zielgruppe

  • Berater
  • Ehe- und Familientherapeuten
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Psychotherapeuten
  • Andere Fachleute für psychische Gesundheit

Urheberrecht: 24.09.2020